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40 Jahre German Bowl – von Frankfurt nach Berlin und wieder zurück

Vor zwei Wochen fand der German Bowl XL in Berlin statt. Doch die Bezeichnung XL trifft leider nur auf das Jubiläum des German Bowls und nicht auf die Zuschauerzahlen zu. Denn während am 9.10.1999 ca. 30.000 Fans den German Bowl zwischen den Hamburg Blue Devils e.V. und den New Yorker Lions vor Ort im Volksparkstadion verfolgten, waren es 2018 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion nur ca. 15.000. Woran liegt das und was kann getan werden um wieder mehr Zuschauer in das Stadion zum deutschen Endspiel zu locken?


Ein Problem der letzten Jahre war sicherlich die unvorteilhafte Lage Berlins in Deutschland und die Verhältnisse des Friedrich-Ludwig-Jahn Stadions. Nun hat der AFVD - American Football Verband Deutschland darauf reagiert und verkündete im Zuge des diesjährigen German Bowls die Rückkehr nach Frankfurt in die Commerzbank-Arena. Dieser Schritt macht wegen der zentralen Lage Frankfurts, der Bedeutung der Stadt als Geburtsstädte des deutschen Footballs und den ehemaligen glorreichen Zeiten der Galaxy Sinn. Doch werden alleine durch diesen Schritt nächstes Jahr wieder 30.000 Zuschauer vor Ort sein? Nein sicherlich nicht. Wer denkt, dass die Attraktivität der Commerzbank Arena und das Potenzial des Standortes Frankfurt ausreicht, um ein großes Stadion zu füllen, dem empfehlen wir einen Blick auf die Zuschauerzahlen in der Commerzbank Arena zwischen 2008 und 2010 zu werfen. Wie die Stimmung bei 16.000 Zuschauern in einem Stadion mit der Kapazität von ca. 48.000 Zuschauern ist, kann sich wohl jeder vorstellen.


Welche Maßnahmen müsste man noch treffen, um die Zuschauerzahlen zu steigern?


Die NFL Europe und Frankfurt Universe haben es vorgemacht! Bei den vergangenen German Bowls waren die Zuschauer hauptsächlich GFL-Fans und Personen, welche selbst aktiv in einem Verein spielen. Um mehr NFL-Fans und Personen, die mit Football noch nicht viel am Hut haben, zu erreichen, ist nicht nur die Qualität auf dem Feld wichtig, sondern vor allem auch das „Event drumherum“: die Pre-Game Party, die Halbzeitshow, die Cheerleader, die Stimmung etc. Selbstverständlich müssen die potentiellen Zuschauer auch erstmal über das Event informiert werden, weshalb die Werbung für den German Bowl ausgebaut werden muss. Hierfür gibt es von Plakaten in Frankfurt, der Nutzung von Social Media bis hin zu Werbespots mit dem TV-Partner schier unbegrenzte Möglichkeiten. Das Wichtige ist nur, dass man auch möglichst viele davon ausschöpft und gut umsetzt!


Die diesjährige Übertragung des German Bowls


Die Euphorie war während der Saison groß, als der AFVD SPORT1 als neuen Medienpartner vorstellte. Mit der Übertragung des Eurobowls, dem wöchentlichen GFL-Magazin „Kickoff“ und natürlich dem German Bowl wurde das Angebot im Vergleich zum Vorjahr stark ausgebaut. Während die Übertragung des Eurobowls wetterbedingt ins Wasser fiel, stellte sich „Kickoff“ als durchaus interessantes Format mit Potential heraus. Doch die German Bowl Übertragung? Eine Katastrophe. Es kam zu Störungen bei der Übertragung, wodurch die deutschen Football Fans mal wieder das Vergnügen mit den PS-Profis hatten und zum krönenden Abschluss wurde die Pokalübergabe nicht gezeigt, da anscheinend eine Quizsendung einen höheren Stellenwert hatte! Dementsprechend sollte sich der AFVD für die kommende Spielzeit überlegen, mit ran zusammen zu arbeiten. Diese sind immerhin offizieller Partner der NFL in Deutschland und haben im Sommer bereits erfolgreich mit der IFAF Europe/ IFAF Continental Association of Europe die EM übertragen.


Als Fazit lässt sich festhalten, dass dem German Bowl XLI in Frankfurt ein enormes Potential innewohnt, jedoch noch einiges getan werden muss, um dieses Potential auch auszuschöpfen! Wir sind jedoch davon überzeugt, dass hieran bereits gearbeitet hat, da sich in letzter Zeit der deutscher #AmericanFootball langsam aber stetig in die richtige Richtung bewegt.

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